
Werkzeugloser Backenwechsel
Wer mit dem Spannen und Bearbeiten von Werkstücken kleinerer Losgrößen oder gar Unikaten, die allesamt mit dem klassischen Backenspannfutter erfasst werden können, beschäftigt ist, kennt das Problem längst: Backenwechsel oder Spannaufsatzwechsel.
Sobald sie unterschiedliche Werkstückgeometrien, auf ein- und demselben Spannfutter spannen müssen und kein NC-Futter mit klassischem Komplett-Backenwechsel haben, bleibt nichts anderes als der herkömmliche Wechsel der Spannbacken an der Schnittstelle zu den Grundbacken des Futters.Das bedeutet: Befestigungsschrauben lösen, Spannaufsätze neu positionieren oder kompl. einwechseln und Schrauben manuell wieder anziehen. Vorgänge dieser Art benötigen vor allem eines: Zeit. Mit dem V-Profil Wechselsystem zeigt Röhm, wie man Rüstzeiten auf ein Minimum – ohne irgendwelche ins Gewicht fallenden Hilfsmittel benutzen zu müssen – reduzieren kann. Anstatt der meist verbreiteten Spitzverzahnung oder Kreuzversatz-Schnittstelle an den Grundbacken, muss das erwähnte V-Profil vorhanden sein:Entweder in der Form, dass die Grundbacken bereits diese Form aufweisen, oder aber, dass ein nur wenig aufbauender Adapter dieser Form auf die Grundbacken einmalig aufgeschraubt wird. Der eigentliche Spannaufsatzwechsel erfolgt manuell, indem der auf das zu spannende Werkstück geformte Spannaufsatz, der an der Wechselschnittstelle die Gegenform zum V-Profil der Grundbacke aufweißt von innen her aufgeschoben wird. Federnde Rastbolzen halten die Lage bis zum ersten „Spannen“, bei dem die V-Profilverbindung dann formschlüssig und spielfrei ineinander greift – bei einer Wechselgenauigkeit von kleiner gleich 0,02 mm. Zum Tausch gegen andere Spannaufsätze genügt ein gefühlvoller Schlag mit einem Plastikhammer auf den Wechselbacken, das Zeit kostende Schrauben ist passé!
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